Künstlerisches Konzept
Ein Konzert mit verschiedenen außermusikalischen Elementen, einer dramaturgischen Struktur und konkreter Szenografie, das eine aktuelle humanitäre Krise darstellt. Mit der Musik als zentralem Ausdrucksmittel möchte ich das Ausmaß dieses Problems über die Grenzen Spaniens hinaus sichtbar machen und so ein neues, gemeinsames gesellschaftliches Bewusstsein bei Menschen oder Gesellschaften wecken, die möglicherweise davon noch nichts wissen.
Das Mittelmeer als gemeinsamer und zugleich gegensätzlicher Bezugspunkt
Zuerst eine statische Perspektive von der spanischen Mittelmeerküste aus und wie deren Künstler*innen ihre emotionale Bindung an diesen Teil Spaniens darstellen, sie als eigene Identitätsvorstellung reflektieren – aus einer persönlichen Sicht und zugleich verbunden mit einem gemeinsamen imaginären Bild.
Andererseits wird aus einer Bewegungsperspektive die Sicht einer Person aus Nordafrika dargestellt, die gezwungen ist, den Ort zu verlassen, an dem sie aufgewachsen ist und zu dem sie ebenfalls eine enge Bindung hat. Dennoch entscheidet sie sich, in einem kleinen Boot (Patera) aufzubrechen, in der Hoffnung, ein besseres Leben zu erreichen – getrieben von der Idealisierung des Zielorts und dabei sogar ihr eigenes Leben riskierend.
Die Auswahl der Werke für dieses Programm wurde sorgfältig getroffen, um die im Konzept entwickelte Idee durch die Werke darzustellen und zu verstärken.